Weiterbildung Systemische Paarberatung & Paartherapie

Menschen in Fragen von Partnerschaft und Sexualität begleiten
Start: April 2026

Das Ziel der systemischen Paartherapie ist, Menschen in Paarbeziehungen so zu begleiten, dass sie sich stimmig, eigenständig und zugleich verbunden erleben können.  Die systemische Sichtweise auf Partnerschaft betrachtet Beziehungen nicht isoliert, sondern als Teil eines größeren sozialen Systems. Jeder Mensch ist in verschiedene Beziehungsgeflechte eingebettet, die sich gegenseitig beeinflussen. Probleme in der Partnerschaft werden daher nicht als individuelles Versagen, sondern als Ausdruck von Mustern und Dynamiken im System verstanden.

Die Masterclass richtet sich an systemisch ausgebildete Berater:innen, Therapeut:innen und Coaches, die ihre Kompetenzen in der Arbeit mit Paaren vertiefen möchten. Im Fokus stehen die Reflexion eigener Beziehungsmuster, das Verstehen komplexer Paardynamiken sowie die Arbeit an zentralen Themen wie Sexualität, Krisen und Veränderungsprozessen.

Die Teilnehmenden erforschen und reflektieren sich selbst und in den unterschiedlichen Rollen, die eine Paarberaterin oder ein Paarberater im Beratungsprozess einnehmen kann – von der provokativen Begleiterin über den liebevoll Strengen bis hin zur philosophischen Hofnärrin oder dem ordnenden Verstörer. Denn die wichtigste Intervention in der Begleitung von Paaren sind wir mit unserer Persönlichkeit.

Auch die Beratung von Menschen mit Beziehungswunsch spielt in der systemischen Paarberatung eine Rolle. Wofür ist es gut Single zu sein? Was gilt es zu bewahren – auch im Hinblick auf eine mögliche Partnerschaft? Und mit welchen Herausforderungen muss sich der Klient oder die Klientin auseinandersetzen, wenn der Wunsch besteht, in einer Partnerschaft zu leben?

Die Weiterbildung kombiniert praxisnahe Methoden, Fallarbeit und Supervision und eröffnet so einen ganzheitlichen, ressourcenorientierten Zugang, der nicht auf Schuldzuweisungen, sondern auf das Erkennen und Verändern von Mustern abzielt, die beide Partner:innen und ihr Umfeld betreffen. Ziel ist es, lebendige, eigenständige und zugleich verbundene Beziehungen zu ermöglichen, in denen auch Sexualität als gemeinsamer Entwicklungsraum verstanden wird.

13. - 15. April 2026 in München

Um gegenwärtige Beziehungsmuster zu verstehen und verändern zu können, ist die Beziehungsbiografie der Klient:innen ein wesentlicher Schlüssel. Wenn persönliche Prägungen und über Generationen weitergegebene Muster reflektiert werden, lässt sich nachvollziehen, wie sie die eigenen Beziehungsvorstellungen und Überzeugungen beeinflussen. Aus diesem Erkennen und Sortieren kann die gemeinsame Beziehungsgeschichte unter berücksichtigung der Vergangenheit und die aktuellen Bedürfnissen freudvoll und tragfähig weitergeschreiben werden.

In diesem Modul wird vermittelt, wie es mir gelingt, als Berater:in eine offene, allparteiliche Haltung anzubieten. Dabei hilft die Selbstklärung, welche Mythen und Dogmen auf meine Beziehung und meine Arbeit als Paarberater:in Einfluss nehmen.

Inhalte und Methoden

  • Systemische Sichtweisen auf Paarbeziehungen
  • Beziehungsrekonstruktion
  • Paarkontrakte
  • Paarskulpturen
  • Visualisierungen
  • Dogmen, Mythen und Narrationen
  • Beziehungsdynamiken

22.-24. Juni 2026

Beziehungsdynamiken erforschen und gestalten

Jedes Paar hat einen einzigartigen Tanz entwickelt. In ihm geht es um Nähe und Distanz, um Führen und sich Führen lassen, um Macht und Hingabe, um Eigenständigkeit und Verbundenheit. Menschen ohne Beziehung tanzen ebenso diesen Tanz, z.B. wenn der „Tanzpartner“ noch nicht gefunden ist, oder noch nicht gesucht wird. Als Paarberater:in wohne ich diesem Tanz bei und erforsche die gegenseitigen Beziehungsangebote.

In diesem Modul erforschen die Teilnehmenden bei sich selbst, was sie sich erlauben (nicht) zu sein? Wie dreckig, mutig, zart, fordernd… will/darf ich sein. Welche Selbstverbote, Ängste, Lust, Erwartungen, Erlaubnisse… lähmen oder beflügeln mich? Wie sehr lasse ich mich führen und wie sehr führe ich selbst? Bin ich eher Gast oder Gastgeber:in in meiner Beziehung?

Inhalte und Methoden

  • Kommunkations- und Konfliktmuster
  • Konfliktspirale
  • Glaubensätze
  • alte und neue Verletzungen
  • Macht und Ohnmacht
  • Provakative Methoden
  • Grenzen und Grenzregulation
  • Projektion und Übertragung

20.-21. Juli 2026 in München

Die Supervisionseinheiten ermöglichen die Live-Arbeit mit Paaren und eine vertiefte Reflexion der eigenen beraterischen Rolle und Arbeitsweisen. In Live-Supervisionen, Fallbesprechungen und Peer-Intervisionen wird die eigene Arbeit kontinuierlich weiterentwickelt.

noch offen: 16. - 18. Okt. 2026

Sexualität als Spiegel der Beziehung oder Erforschung der sexuellen Sozialisierung

Sexualität wird im systemischen Ansatz als Teil des Beziehungs- und Kommunikationssystems und zugleich als ein eigenes System gesehen. Sie wird nicht auf biologische oder individuelle Probleme reduziert, sondern im Kontext der Beziehung, der Lebensgeschichte und der aktuellen Lebenssituation betrachtet.

Die systemische Sexualtherapie nutzt eine Vielzahl von Methoden und Techniken, wobei die Haltung der Berater:innen – geprägt von Neugier, Wertschätzung und Offenheit – eine zentrale Rolle spielt. Sexualität wird als Ausdruck von Beziehung verstanden und nicht losgelöst von anderen Beziehungsthemen betrachtet. Es geht darum, hemmende Überzeugungen, einschränkende Muster und Tabus gemeinsam zu reflektieren und neue, lustvollere Kommunikations- und Verhaltensmuster zu entwickeln. Die individuellen Bedürfnisse und Wünsche beider Partner:innen werden wertschätzend thematisiert und in den Veränderungsprozess einbezogen.

Unterschiedliche sexuelle Wünsche, Unsicherheiten oder Probleme, Macht und Ohnmacht, Begehren und Scham werden als gemeinsames Thema des Paares bearbeitet, nicht als „Fehler“ eines Einzelnen. Der Erotischer Raum mit Grenzen und Tabus kann durch Bewährtes gesichert und durch Experimente erweitert werden.

Die Teilnehmenden reflektieren die eigenen sexuellen Wirklichkeiten und lernen wie sie das Paar und Einzelne dabei zu unterstützen das Begehren und die Lust in stimmiger Weise lebendig werden zu lassen. Das Besondere an diesem Seminar ist, dass die jeweiligen Partner: innen der Teilnehmenden eingeladen sind am Seminar teilzunehmen.

Inhalte und Methoden

  • Sexualität als eigenständiges System und dessen Sprache
  • der erotische Raum
  • Wünsche und Fantasien
  • Impacttechniken
  • Externalisierungen
  • Embodiement
  • Dyaden
  • Arbeit mit Sympolen
  • Storytelling
  • Humor

20. und 21. November 2026 in München

Die Supervisionseinheiten ermöglichen eine vertiefte Reflexion der eigenen beraterischen Praxis und der Live-Arbeit mit Paaren. In Live-Supervisionen, Fallbesprechungen und Peer-Intervisionen wird die eigene Arbeit kontinuierlich weiterentwickelt.

18. bis 20. Januar 2027 in München

Krisen und Übergänge in Paarbeziehungen meistern

Paarbeziehungen sind lebendige Systeme, die im Laufe der Zeit vielfältige Herausforderungen und Veränderungen durchleben. Dieses Modul widmet sich den stürmischen Zeiten, wie auch den in die Jahre gekommen Beziehungen, in denen Krisen und Übergänge bewältigt werden müssen. Dieses Modul zeigt Wege auf, wie Paare und Einzelne dabei professionell begleitet werden können.

Jede Lebensphase hat ihre eigenen Herausforderungen: Elternwerden, Affären, Krankheit, Verlust, Midlife-Crisis und Älterwerden. Wie können Paare diese Veränderungen gemeinsam meistern - in Zeiten des Umbruchs Halt und Orientierung finden? Wir stellen ressourcenorientierte Interventionen vor und zeigen, wie ein integrierender Umgang mit Ambivalenzen gelingen kann.

Die Teilnehmenden erforschen, wie sich Paare und Individuen im Laufe der Zeit entwickeln. Wie können destruktive Wiederholungen erkannt und durchbrochen werden? Was tun, wenn Grenzen nicht akzeptiert werden und welche Dynamiken spielen in Patchwork-Konstellationen eine Rolle? Wie können Paare nach Enttäuschungen neue Wege finden und ihren Beziehungskontrakt erneuern.

Inhalte und Methoden

• Krisen und Konflikte als Beziehungsangebote
• Beziehungskontrakte neu verhandeln
• Arbeit mit inneren Anteilen
• Ressourcenarbeit
• Moderation und Verständigung

05. März 2027 - online

In dieser dritten Supervisionseinheit wird das systemische Arbeiten in den digitalen Raum übertragen. Die Teilnehmenden üben, bereits gelernte Methoden für die Onlineberatung nutzbar zu machen. Gleichzeitig bietet die Einheit Raum, eigene Beratungsprozesse zu besprechen, zu reflektieren und sich durch Live-Arbeit mit Paaren auch online fachlich weiterzuentwickeln. 

08. bis 10. April 2027 in München

Die Kraft gemeinsamer Entwicklung

Im fünften Modul der Weiterbildung in systemischer Paar- und Sexualtherapie widmen wir uns den Themen Älterwerden, Abschied, Neuanfang und der Gestaltung gemeinsamer Zukunftsvisionen. Trennungsbegleitung und die Neuverhandlung des Beziehungskontraktes in Langzeitbeziehungen stehen dabei ebenso im Fokus, wie die Entwicklung und Konkretisierung visionärer Beziehungsbilder. Abschiede werden nicht nur als schmerzhafte Verluste betrachtet, sondern auch als integraler Bestandteil des Lebens und als Chancen für persönliches und gemeinsames Wachstum.

Die Teilnehmenden lernen, unangenehme Gefühle als notwendige Begleiterinnen von Veränderungsprozessen zu akzeptieren und diese für die eigene Entwicklung, sowie die der Klient:innen zu nutzen. Konsequenzen, Auswirkungen und Entscheidungen werden reflektiert und aktiv gestaltet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf der Selbstführung in Beziehungen: Es geht darum, nicht passiv auf eine Rückkehr zu vergangenen Zuständen zu hoffen, sondern aktiv neue Wege zu beschreiten.

Das Modul lädt dazu ein, den Mut zur Reflexion, zur Entscheidung und zum Handeln zu entwickeln – unabhängig davon, ob das Ergebnis eine „Goldene Hochzeit“ oder ein „30-jähriger Krieg“ ist; beides ist erlaubt und kann Ausdruck authentischer Beziehungsgestaltung sein.

Methoden der Visionsarbeit, Skulpturarbeit und Embodimenttechniken, der Umgang mit Trauer, sowie der Einsatz von Symbolen unterstützen die Teilnehmenden dabei, ihre Klient:innen auf dem Weg durch Abschiede und Neuanfänge professionell zu begleiten und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.

 

Inhalte und Methoden


• Visionsarbeit
• Trauerarbeit
• die Akzeptanz der Unterschiede
• die Paarbeziehung als eigenständiges System
• Coevolution: Gemeinsam Wachsen

Zertifizierung

Geprüfte Qualität für Ihre berufliche Bildung
Die Ausbildung zum/zur Systemischen Paarberater/in und Paartherapeut/in ist in der Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für systemische Beratung und Familientherapie (DGSF)

FAQ Zertifzierung durch die DGSF

Die Weiterbildung wird in Kooperation mit der GST München angeboten.

Trainer:innen

Ingo Wölfl
Malte Müller-Egloff
Maria Neophytou
Sebastian Herrlich

Umfang

380 Lehreinheiten insgesamt
100 UE Theorie und Methoden
50 UE Supervision
50 UE Selbsterfahrung
50 UE Intervision
130 UE Praxis
+ Lernplattform

Ratenzahlung

Wir helfen Ihnen gern dabei, die passende Finanzierung zu finden.

Anmeldung

Datum
Mo. 13.04.2026 - Sa. 10.04.2027
Ort
Investition

Event

Form/ticket icon Symbol
Investition
3.800,00 € zzgl. MwSt.
4.522,00 € inkl. MwSt.
Form/up small icon Symbol Form/down small icon Symbol
Verfügbare Tickets: 7

Weiterbildung Systemische Paarberatung & Paartherapie

Anmeldung zur Warteliste.

Sie haben den ersten Platz auf der Warteliste.

Sie haben Fragen?

Gerne berate ich Sie persönlich

Weitere Angebote

SYSCOACH GmbH
Fraunhoferstraße 16
80469 München
T. 089 / 12 307 742
info@syscoach.de
www.syscoach.de
[rapidmail_form]

Newsletter